kostenloses Depotkonto 2025 -Ratgeber für TraderSparer, die Kapital als Festgeld anlegen, können dies nicht auf dem Girokonto. Sie benötigen dazu ein Festgeldkonto. Auch für Tagesgeld ist ein spezielles Tagesgeldkonto nötig. Und wer mit Wertpapieren handeln möchte braucht ein Depotkonto. Der Grund dafür ist, dass Banken eine saubere Abrechnung für definierte Transaktionen und Zinsberechnungen durchführen müssen. Würden alle Überweisungen, Zinsgutschriften, Kreditzinsen und Wertpapiertransaktionen auf nur einem Konto abgerechnet, wäre das ein heilloses Durcheinander. Ein Depotkonto ist eine wesentliche Voraussetzung für Anleger, die in Wertpapiere investieren möchten. Ohne ein solches Konto ist der Kauf, Verkauf und die Verwaltung von Aktien, Anleihen, Fonds oder ETFs nicht möglich. Es ist direkt mit den Verlustverrechnungstöpfen konnektiert. Hier werden die über das Konto erfolgten Gewinne oder Verluste bei Wertpapiergeschäften steuerlich abgerechnet. Während ein klassisches Girokonto für den täglichen Zahlungsverkehr genutzt wird, dient ein Konto für das Depot ausschließlich zur Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren.

Die Wahl des richtigen Anbieters hängt von den individuellen Bedürfnissen ab. Während Direktbanken und Neo-Broker oft günstige Gebühren bieten, können Filialbanken durch persönliche Beratung punkten. Anleger sollten vor der Eröffnung die Kostenstruktur, die Handelsmöglichkeiten und steuerliche Aspekte genau prüfen. Das erfreuliche: es gibt das kostenlose Depotkonto bei mehreren Brokern bzw. Banken

Funktionsschema eines Depotkontos

Funktionsschema eines Depotkontos

Funktion

Ein Wertpapierdepot dient der sicheren Verwahrung und Verwaltung von Aktien, Anleihen, Fonds oder ETFs. Anleger benötigen es, um Wertpapiere zu kaufen, zu verkaufen und ihre Investitionen zu überwachen. Es bildet die Grundlage für den Handel an nationalen und internationalen Börsen.

Eine der wichtigsten Funktionen ist die Verwahrung von Wertpapieren. Während früher physische Urkunden existierten, erfolgt die Speicherung heute ausschließlich digital. So haben Anleger jederzeit Zugriff auf ihre Bestände. Zudem ermöglicht das Konto die Kauf- und Verkaufsabwicklung. Über eine Handelsplattform können Nutzer Orders platzieren, die anschließend an Börsen oder außerbörsliche Handelsplätze weitergeleitet werden.

Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Verwaltung von Kapitalerträgen. Dividenden und Zinszahlungen werden automatisch gutgeschrieben, und Gewinne oder Verluste aus Wertpapierverkäufen erfasst. Außerdem übernimmt das Depotkonto oft die steuerliche Verarbeitung. Viele Anbieter führen die Abgeltungsteuer direkt an das Finanzamt ab und verwalten mögliche Verlustverrechnungstöpfe.

Zusätzlich erhalten Anleger über ihr Konto detaillierte Analysen zur Performance ihrer Investments. So lassen sich Wertentwicklungen nachvollziehen und Strategien optimieren.

Kostenlose Depotkonto Vergleich 2025

Mehrere Banken und Online-Broker bieten ein kostenloses Depotkonto an, das sich für Anleger eignet, die Wertpapiere kaufen und verwalten möchten. Die Konditionen unterscheiden sich je nach Anbieter, insbesondere in Bezug auf Ordergebühren, Handelsmöglichkeiten und Zusatzleistungen.

Bank / Broker Depotgebühren Ordergebühren Sparpläne Besonderheiten
Finanzen.net Zero 0 € ab 0 € kostenlos Einzelkäufe ab 500 € ohne Gebühren
Smartbroker+ 0 € ab 0 € kostenlos (Amundi, SPDR, Xtrackers) Breites Produktangebot
Scalable Capital 0 € ab 0 € (Gettex) 2.000+ kostenlos Kostengünstiger Handel über Gettex
Trade Republic 0 € 1 € pauschal alle kostenlos Einfache Nutzung per App
ING 0 € variabel ab 1 € Breites Angebot an handelbaren Wertpapieren
maxblue (Deutsche Bank) 0 € variabel ja Zugang zu über 40 Börsen weltweit
Commerzbank 0 € variabel ja Schnelle Online-Eröffnung
Justtrade 0 € ab 0 € ja Keine Depotgebühren, vielfältige Handelsmöglichkeiten
Flatex 0 € 5,90 € ja Pauschale Orderkosten
Comdirect 0 € variabel ja Breites Leistungsspektrum
Consorsbank 0 € unter Bedingungen variabel ja Vielseitige Sparpläne
1822direkt 0 € unter Bedingungen variabel ja Diverse Sparplanmöglichkeiten

Details

Die ING stellt mit dem Direkt-Depot ein kostenloses Wertpapierdepot zur Verfügung, das ohne Depotführungsgebühren auskommt. Kunden können in Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen investieren. Zudem bietet die ING eine große Auswahl an ETF- und Fondssparplänen, die in vielen Fällen kostenlos besparbar sind. Orders werden über die elektronische Handelsplattform ausgeführt, wobei Handelskosten je nach Ordergröße und Handelsplatz anfallen.

Die comdirect, eine Tochtergesellschaft der Commerzbank, bietet ebenfalls ein kostenloses Depotkonto an. Neukunden profitieren häufig von Sonderaktionen mit vergünstigten Ordergebühren für einen bestimmten Zeitraum. Das Depot ist vor allem für Anleger interessant, die eine breite Auswahl an Handelsplätzen und Produkten wünschen. Besonders vorteilhaft sind die zahlreichen ETF- und Fonds-Sparpläne sowie die Möglichkeit, Derivate zu handeln.

Mit maxblue, dem Online-Broker der Deutschen Bank, erhalten Kunden ein kostenloses Depot mit Zugang zu internationalen Börsenplätzen. Neben klassischen Wertpapieren sind auch strukturierte Produkte und Zertifikate handelbar. Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, über die Deutsche Bank persönliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Zudem bietet maxblue regelmäßig Sonderkonditionen für Neukunden an.

Smartbroker gehört zu den günstigsten Anbietern am Markt und verzichtet vollständig auf Depotführungsgebühren. Der Handel ist besonders günstig, da Orders über Gettex kostenfrei abgewickelt werden können. An anderen Handelsplätzen fallen geringe Gebühren an. Das Angebot richtet sich sowohl an langfristige Investoren als auch an aktive Trader.

Einen besonders innovativen Ansatz verfolgt Trade Republic, ein reiner Online-Broker mit einer App-basierten Handelsplattform. Das Depot ist vollständig kostenlos, und Aktien sowie ETFs können bereits ab 1 Euro pro Order gehandelt werden. Sparpläne sind ebenfalls gebührenfrei, was Trade Republic besonders für langfristige Investitionen attraktiv macht.
Hier gibt es weitere kostenlos Produkte.

Fazit

Bitte beachten Sie, dass einige Anbieter bestimmte Bedingungen für die kostenlose Depotführung haben können, wie beispielsweise regelmäßige Transaktionen oder Mindestgeldeingänge. Es ist daher ratsam, die aktuellen Konditionen des jeweiligen Anbieters zu prüfen, um sicherzustellen, dass das Angebot Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht.

Je nach individuellem Bedarf unterscheiden sich die Konditionen in Bezug auf Orderkosten, Handelsplätze und zusätzliche Leistungen. Während einige Banken Mindestaktivitäten verlangen, um die Gebührenfreiheit zu gewährleisten, bieten Neo-Broker wie Trade Republic und Smartbroker dauerhaft kostenlose Depotkonten mit besonders günstigen Handelsgebühren.

Was ist ein Depotkonto und wofür wird es benötigt? Hier die Definition

Definition: Ein Depotkonto ist ein spezielles Konto zur Verwahrung, Verwaltung und dem Handel von Wertpapieren wie Aktien, Anleihen, Fonds und ETFs. Es ermöglicht Anlegern den Kauf und Verkauf von Wertpapieren an Börsen oder im außerbörslichen Handel. 

Ein solches Konto, oft kurz als „Depot“ bezeichnet, ist eine digitale Verwahrstelle für Wertpapiere. Anleger benötigen es, um an der Börse zu handeln und ihre Investitionen sicher zu verwalten. Es ersetzt die frühere physische Verwahrung von Wertpapieren, da sämtliche Transaktionen heute elektronisch erfolgen. Über ein Depotkonto können Anleger ihre Bestände einsehen, Wertpapiertransaktionen durchführen und Kursentwicklungen nachverfolgen.

Das Kkonto wird in der Regel mit einem Verrechnungskonto verknüpft. Dieses dient als Schnittstelle für den Zahlungsverkehr: Beim Kauf von Wertpapieren wird das benötigte Geld vom Verrechnungskonto abgebucht, während Verkaufserlöse oder Dividenden darauf gutgeschrieben werden.

Wie kann man ein Depotkonto eröffnen?

Die Eröffnung eines Depotkontos ist heutzutage ein einfacher und weitgehend digitaler Prozess. Ein solches Konto ist die Grundvoraussetzung für den Handel mit Wertpapieren wie Aktien, ETFs, Anleihen oder Fonds. Wer sich entschließt, ein Depotkonto zu eröffnen, kann dies in wenigen Schritten tun. Je nach Anbieter kann der gesamte Vorgang innerhalb weniger Minuten online abgeschlossen werden.

1. Auswahl des passenden Anbieters

Bevor ein Depotkonto eröffnet wird, muss ein geeigneter Anbieter gefunden werden. Zur Auswahl stehen klassische Filialbanken, Direktbanken sowie Online-Broker. Während Filialbanken oft persönliche Beratung anbieten, sind Direktbanken und Online-Broker in der Regel kostengünstiger und bieten eine größere Auswahl an Handelsmöglichkeiten. Wichtige Kriterien bei der Auswahl sind:

  • Handelsgebühren und Depotkosten
  • Angebot an handelbaren Wertpapieren
  • Benutzerfreundlichkeit der Handelsplattform
  • Zusätzliche Services wie Sparpläne oder Analyse-Tools

2. Online-Antrag ausfüllen

Nach der Entscheidung für einen Anbieter erfolgt die Eröffnung des Depotkontos in der Regel online. Der Antrag enthält persönliche Angaben wie:

  • Name, Adresse, Geburtsdatum
  • Steueridentifikationsnummer
  • Staatsangehörigkeit und steuerlicher Wohnsitz
  • Erfahrung im Wertpapierhandel (wird oft abgefragt, um Anleger vor riskanten Produkten zu schützen)

3. Identitätsprüfung durchführen

Da es sich bei einem Depotkonto um ein Finanzprodukt handelt, ist eine Identitätsprüfung erforderlich. Diese dient der Betrugsprävention und der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben zur Geldwäschebekämpfung. Es gibt zwei gängige Verfahren:

  • PostIdent: Der Antragsteller geht mit seinen Unterlagen in eine Postfiliale, wo ein Mitarbeiter die Identität bestätigt.
  • VideoIdent: Die Identitätsprüfung erfolgt bequem online per Videotelefonie mit einem gültigen Ausweisdokument.

Die meisten Online-Broker und Direktbanken bieten inzwischen das schnellere VideoIdent-Verfahren an, wodurch die Kontoeröffnung meist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen werden kann.

4. Verknüpfung mit einem Verrechnungskonto

Ein Verrechnungskonto ist erforderlich, um Kauf- und Verkaufsbeträge abzurechnen. Viele Banken bieten es direkt mit dem Depotkonto an, alternativ kann ein bestehendes Girokonto als Verrechnungskonto genutzt werden. Über dieses Konto erfolgen Einzahlungen für Wertpapierkäufe und Gutschriften aus Verkäufen oder Dividenden.

5. Ersteinzahlung und Freistellungsauftrag

Nach der erfolgreichen Eröffnung kann das Depot genutzt werden. Einige Anbieter verlangen eine Mindest-Ersteinzahlung, während andere es ermöglichen, auch mit kleinen Beträgen zu starten. Anleger sollten zudem überlegen, einen Freistellungsauftrag zu erteilen, um den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro für Ehepaare) zu nutzen. Dadurch können Kapitalerträge bis zu dieser Höhe steuerfrei bleiben.

6. Erste Wertpapierkäufe tätigen

Sobald das Depot aktiv ist und eine Einzahlung erfolgt ist, kann mit dem Handel begonnen werden. Anleger können über die Handelsplattform des Brokers Wertpapiere suchen, Kauforders aufgeben und ihre Investitionen verwalten.

Literatur

gesetze-im-internet.de – Gesetz über die Verwahrung und Anschaffung von Wertpapieren (Depotgesetz – DepotG) > § 9b Elektronische Wertpapiere in Sammeleintragung